Stadtentwicklung
Nach Frauen benannt - 127 Straßen in Frankfurt am Main (2012-2014)
Zu mindestens einem Straßennamen haben wir eine ganz besondere Beziehung – zum eigenen Zuhause, zur eigenen Adresse. Darüber hinaus geben Straßennamen Orten ihre Identität, ihren Wiedererkennungswert
und ihre Bedeutung. Sie sind ein Stück Stadtgeschichte, sie verleihen Räumen ihr Gesicht, ermöglichen Erinnerung und auch Identifikation. Straßennamen sind deshalb viel mehr als nur rechteckige blaue
Schilder mit weißer Schrift, an denen man sich in einer Stadt orientieren kann. Insofern ist es durchaus bedeutsam, wonach eine Straße, ein Weg, ein Platz, eine Brücke oder eine Grünanlage benannt
ist.
Betrachtet man die Frankfurter Straßennamen genauer, so fällt auf, dass von den etwa 3.400 Straßen, Wegen, Plätzen, Brücken und Anlagen rund 2.300 nach Flurstücken, Städten, Pflanzen oder Tieren,
etwa 1.000 nach Männern und bislang nur 127 nach Frauen benannt sind.
Das Frauenreferat hat im November 2013 das Buch über die Frauen, nach denen in Frankfurt Straßen benannt sind herausgegeben. Birgit Kasper und Steffi Schubert haben die Texte über die geschrieben,
die von OPAK grafisch umgesetzt wurden. Erschienen ist das Buch im Nizzaverlag und kostet 14 Euro.
Stadtentwicklung und Wohnungsprogramme in den USA (1999-2002)
"... but where will they go?" - Mit der Frage nach den Lebensbedingungen der von Sanierung und Aufwertung betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner muss man sich zwangsläufig auseinander setzen, wenn
man US-amerikanische Stadterneuerungs- und Wohnungspolitik untersucht. Behutsame Stadterneuerung oder eine konstruktive Stadtteilentwicklung sucht man in Großstädten wie Chicago vergeblich. In
einigen Stadtteilen setzen jedoch Community Organisations Impulse - allerdings ist ihr Erfolg von Zufällen und individuellem, ehrenamtlichem Engagement abhängig. Anhand einer ausführlichen
Untersuchung des derzeit wichtigsten Wohnbauförderungsprogramms "Low Income Housing Tax Credits" zeigt sich, wie und warum die Wohnsituation für einen Teil der Bevölkerung so prekär ist.
Zudem zeigt der Blick auf die Wohnbedingungen und die Stadterneuerung die vermeintlichen Automatismen in der Stadtentwicklung - und vermittelt einen Eindruck welche Qualitäten die deutsche Planungs-
und Wohnkultur hat.
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Städte der Zukunft - Nachhaltige Stadtentwicklung. Die Modellstadt Heidelberg (1997-1999)
Eine zukunftsfähige Stadtpolitik steht vor der Aufgabe, Zielkonflikte zwischen den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales/Kulturelles zu lösen. Die Orientierung auf kurzfristige Erfolge beseitigt
diesen Konflikt nicht, statt dessen ist es notwendig, eine dauerhafte Perspektive für die räumliche Entwicklung zu entwerfen.
Im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) wurden 21 städtebauliche Strategien in fünf Handlungsfeldern ausgewählt. Sie sollen als umfassende lokale Aktionsprogramme in
ausgewählten Modellstädten umgesetzt werden.
Während des Untersuchungszeitraumes werden in den Modell- und Referenzstädten Indikatoren und Messgrößen dahingehend untersucht, ob mit ihnen die gesetzten Ziele erreicht bzw. ob der Weg einer
nachhaltigen Entwicklung eingehalten werden kann. Die vereinbarten Strategien werden in den Modellstädten (Dessau, Güstrow, Heidelberg, Münster) auf unterschiedlichen Ebenen, nämlich der Gesamtstadt,
in ausgewählten Musterquartieren und durch einzelne Pilotprojekte realisiert.
Jede Modellstadt hat eine Forschungsagentur zur Seite, die die Entwicklung der quantitativen und qualitativen Maßstäbe unterstützt und kritisch analysiert.
Auftraggeber: Bundesministerium für Bauwesen, Städtebau und Raumordnung und
das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
in Kooperation mit der Wohnbund Frankfurt Entwicklungsgesellschaft mbH.
Die Angst ausRäumen - Untersuchung von Angst in den Städten und von kommunalen Strategien zur Auseinandersetzung mit städtischen Angsträumen (1996-1997)
Die Bedrohung urbaner Öffentlichkeit durch städtische Angsträume wie auch die reaktiven kommunalen Strategien sind ein wichtiges politisches Thema. In kritischer Distanz zu einem schlichten,
ordnungspolitischen Aktionismus von Planung und Administration werden in disziplinübergreifender Weise die vielfältigen Ursachen geäußerter Ängste untersucht. Dabei wird bewusst der enge Rahmen der
Planung überwunden und mit Bezug auf psychologische, sozialpsychologische, medienanalytische und kulturtheoretische Ansätze ein facettenreicher Blick auf das Phänomen Angst - in und gegenüber der
Stadt - eröffnet. Die interdisziplinär orientierte Ableitung der Entstehungsbedingungen von Angsträumen ermöglicht die differenzierte Bewertung von kommunalen Strategien. In der abschließenden
Analyse wird, basierend auf drei ausgewählte Konzeptionen zur Auseinandersetzung mit städtischen Angsträumen, ein idealtypisches Spektrum möglicher Veröffentlichung der Diplomarbeit beim Infosystem
Planung der Universität Kassel
Zusammenfassung und Bestellinformationen